Newsletter 12/2009

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Stärkere Elektronisierung der Finanzverwaltung

Gegenwärtig ist ein rascher Übergang zur Echtzeit-Wirtschaft zu verzeichnen. Neben die elektronische Rechnungsstellung tritt nun die Elektronisierung der gesamten Finanzverwaltung der Unternehmen. In Finnland trägt das Kompetenzzentrum für Echtzeit-Wirtschaft zur Beschleunigung dieser Entwicklung bei.

Real-Time Economy (RTE) ist ein an der Handelshochschule Helsinki aufgelegtes Kooperationsprojekt, in dem man sich auf die Elektronisierung von Prozessen der Finanzverwaltung konzentriert. Koordiniert wird das Vorhaben von dem seit 2007 bestehenden virtuellen Kompetenzzentrum für Echtzeit-Wirtschaft.

Das Kompetenzzentrum setzt sich zusammen aus Sachverständigen des Instituts für Business-Technologie und des Bereichs Rechnungswesen. Beteiligt an dem Projekt sind zahlreiche Dienstleistungsanbieter der Branche sowie Nutzer auf EU-Ebene. Zusammenarbeit gibt es auch mit anderen Universitäten im In- und Ausland.

Ziel dieses Vorhabens ist es, die Digitalisierung von Business-Prozessen in Unternehmen und in der Gesellschaft voranzutreiben. Als Mittel dazu dienen Forschung, Lehre, öffentliche Einflussnahme sowie diverse Business-Vorhaben in Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Beschleunigung des Übergangs

„Wir informieren in vielfältiger Weise über die Möglichkeiten der Echtzeit-Wirtschaft um die Unternehmen dazu zu bewegen, Echtzeit-Systeme möglichst bald bei sich einzuführen“, fasst Dr. rer. oec. Esko Penttinen, Koordinator der Tätigkeit des Kompetenzzentrums, zusammen.

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Die mit elektronischer Rechnungsstellung begonnene Elektronisierung der Finanzverwaltung ist im Jahr 2009 gut in Fahrt gekommen.

„Wir fördern in der Praxis elektronische Zahlungslösungen, elektronische Rechnungsstellung und elektronische Prozesse der Finanzverwaltung. An vielen unserer Projekte sind neben Nutzerunternehmen auch Stellen der öffentlichen Verwaltung, finnische Bankgruppen und Datensystem-Anbieter beteiligt.“

Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums gehört in erster Linie die Koordinierung der Forschungs— und Lehrtätigkeit. Für die praktischen Vorhaben, wie z.B. das Testen von Pilotprojekten und die Entwicklungsarbeit, sind Kooperationspartner zuständig.

„Wir sind bemüht, den Nutzen und die Herausforderungen der Technologien der Echtzeit-Wirtschaft in der Praxis beim Übergang in diese neue Welt zu verstehen. Wir wollen weiter niveauvolle akademische Forschung treiben und auf diese Weise die Ausweitung der Echtzeit-Wirtschaft in Finnland fördern.“

Vielseitiger Nutzen

Das Kompetenzzentrum publiziert Informationen in einer Netz-Community, wo Interessenten Beiträge und Forschungsinformationen lesen und darüber diskutieren können. Weiter werden Ideen und Beispiele darüber, wie durch Echtzeitlichkeit von Prozessen große und kleine Organisationen verändert werden, ins Internet gestellt.

„Die Echtzeit-Wirtschaft bringt sehr beträchtlichen Nutzen: höhere Produktivität, geringere Kosten, kleinere Risiken, schnelleren Service, bessere Verwaltung und Koordinierung, bessere Ausnutzung von Ressourcen und ökologischeres Arbeiten des Unternehmens“, zählt Penttinen auf.

2009 war, so Penttinen, was die Echtzeit-Finanzverwaltung anbelangt, ein interessantes Jahr. Viele Unternehmen und zum Beispiel auch der finnische Staat fordern von ihren Lieferanten, bis Ende 2009 zur elektronischen Rechnungsstellung überzugehen.

„Solche strategischen Richtungsvorgaben sind von großem Einfluss auf die Verbreitung der elektronischen Rechnungsstellung und damit für den Übergang zur umfassenden Echtzeit-Finanzverwaltung.

Sonstige links

Helsinki School of Economics