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Der Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA ist ein von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Kommission gemeinsam geschaffener Zahlungsverkehrsraum. In Finnland lief die Verwirklichung des Vorhabens im Januar 2008 mit der Aufnahme von SEPA-Überweisungen an.
Nach der bis Ende 2010 dauernden Übergangszeit wird es statt der gegenwärtigen nationalen Zahlungsgepflogenheiten einen einzigen gemeinsamen Euro-Zahlungsverkehrsraum geben, in dem es keinen Unterschied zwischen Inlands- und Auslandszahlungen mehr gibt. Verbraucher, Unternehmen und Körperschaften können in diesem Raum auf Euro lautende Zahlungen unter einheitlichen Bedingungen und Verpflichtungen leisten und entgegennehmen.
Auch die Federation of Finnish Financial Services (FK) hat sich 2009 eingehend mit SEPA befasst. Der Verband vertritt in Finnland wirkende Banken, Versicherungsgesellschaften, Finanzierungsunternehmen, Wertpapierhändler und Investmentfonds-Gesellschaften sowie Arbeitgeber der Finanzbranche.
„Das Schwergewicht unserer Tätigkeit in diesem Jahr lag auf der SEPA-Entwicklung und der auf der Verwirklichung der vom kommenden Zahlungsdienstgesetz bedingten Veränderungen“, berichtet Geschäftsführerin Piia-Noora Kauppi von der Federation of Finnish Financial Services.
„Im internationalen Vergleich schneidet Finnland, was den Übergang zu SEPA betrifft, gut ab. Die Großunternehmen und die öffentliche Verwaltung haben ihren eigenen Übergangsplan und konnten die Terminpläne bisher gut einhalten. Zum Beispiel die Sozialversicherungsanstalt (Kela) und die Finanzämter sind im Übergang auf SEPA schon weit vorangekommen.
Seine größten Auswirkungen wird SEPA auf die Geschäftstätigkeit zwischen Banken haben, aber auch die nationalen Bank- und Zahlungsusancen werden Veränderungen erfahren. Betroffen wird der Zahlungsverkehr von Unternehmen, Kommunen, Handel und Softwareanbietern ebenso gut wie von Verbrauchern.
Dem den Zahlungsverkehr betreffenden Binnenmarkt gehören insgesamt 32 Länder an: alle EU-Mitgliedsländer sowie Island, Norwegen, Liechtenstein Monaco und die Schweiz. International aktiven Unternehmen bieten die einheitlichen Standards und Usancen Möglichkeiten für einen effektiveren Zahlungsverkehr in diesem Raum.
„Auf lange Sicht wird sich der Nutzen in dem Maße, wie Wettbewerb und Kosteneinsparungen wirksam werden, in der Preisstellung äußern. Kosteneinsparungen werden sich ergeben, wenn wir dann gleiche internationale Standards im gesamten Euro-Zahlungsraum haben“, konstatiert Kauppi.
2010 wird, so Kauppi, bezüglich des Übergangs auf SEPA zu einem bedeutsamen Jahr werden, denn dann erfolgt u.a. der Übergang zur internationalen IBAN-Kontonummer, die im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr schon seit Anfang 2007 üblich ist.
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