Newsletter 12/2009

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Die Finnen wickeln ihre Bankangelegenheiten übers Internet ab

Fast jeder Finne erledigt seine alltäglichen Bankangelegenheiten übers Netz. Neben den ständig an Vielseitigkeit gewinnenden elektronischen Bankdienstleistungen wird in nächster Zeit, so erwartet man, auch das Handy in der Abwicklung von Bankangelegenheiten eine wachsende Rolle spielen.

Zusammen mit den Schweden und Holländern liegen die Finnen in der Nutzung von elektronischen Bankdienstleistungen global an der Spitze. Online-Banking ist für den Finnen seit den 1990er Jahren Alltag, und Anfang dieses Jahrtausends hat das Internet die Automaten als häufigsten Zahlungskanal bei der Begleichung von Rechnungen überholt.

„Für den Konsumenten ist die Inanspruchnahme elektronischer Bankdienstleistungen leicht, mühelos und effektiv, denn er kann seine Bankangelegenheiten unabhängig von Ort und Zeit dann erledigen, wenn es ihm am besten passt“, erklärt Kai Koskela (Vice President, eChannels) bei der OP-Pohjola-Group.

Am häufigsten werden elektronische Routinedienstleistungen wie Kontenauszüge, Bezahlen von Rechnungen und Aktienaufträge in Anspruch genommen, aber auch bei Darlehens- und Kreditanträgen spielen e-Dienstleistungen eine zentrale Rolle.

„Die Bankgeschäftsstellen konzentrieren sich statt auf Routineangelegenheiten auf anspruchsvolle Expertenleistungen. Die meisten der Kunden, die heute eine Bankfiliale aufsuchen, haben denn auch einen festen Termin.

Papierfreie Abwicklung

Wie Koskela bekennt, ist der Anteil der e-Rechnungen an den Verbraucherrechnungen insgesamt noch gering, nimmt aber kräftig zu. Im Jahr 2009 wurde in der Zahl der Rechnungssteller wie auch der e-Rechnungs-Empfänger die so genannte kritische Masse erreicht.

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Internetbanking ist für den Finnen schon seit langem Alltag.

Rund 20 Prozent der Onlinekunden der OP-Pohjola-Group nehmen gegenwärtig e-Rechnungen entgegen. Falls das jetzige Wachstum anhält, werden die e-Rechnungen wahrscheinlich in der ersten Hälfte des nächsten Dezenniums schon überwiegen.

„In zehn Jahren werden die Bankdienstleistungen wahrscheinlich generell papierfrei erfolgen“, prognostiziert Koskela.

Zunehmende Rolle des Handys

In dem Maße, wie die Dienste an Individualität und Intelligenz gewinnen, werden die Kunden in Zukunft die Inanspruchnahme von e-Dienstleistungen von den Routineaufgaben auf anspruchsvollere Dienstleistungen ausdehnen. Neben die gegenwärtige Selbstbedienung werden im persönlichen Service neuartige interaktive Dienstformen, wie zum Beispiel elektronische Beratungen, treten.

Koskela glaubt, das der Entwicklungstrend wahrscheinlich in der Richtung gehen wird, dass auch das Mobiltelefon bei der Abwicklung von Bankerledigungen einbezogen ist. „Das Mobilinternet könnte sich im kommenden Jahrzehnt im Zuge der Entwicklung von Endgeräten und Diensten und des Wandels des Konsumentenverhaltens durchsetzen.“

„Bei den Bankdienstleistungen bedeutet dies das Erledigen einfacher Routinesachen wie das Bezahlen von e-Rechnungen und Erteilen von Aktienaufträgen per Handy. In der Zukunft kann das Mobiltelefon aber auch als Identifizierungs- und Zahlungsmittel dienen.

Hohes Vertrauen

In den finnischen Banken ist eine Identifikationslösung auf der Basis von Benutzerkennung, Passwort und variabler Kennzahl üblich. Eine finnische Eigenart ist, dass die Kunden ihre Internetbank-Kennungen in breitem Maße auch bei Inanspruchnahme von behördlichen oder privatwirtschaftlichen Dienstleistungen benutzen können.

„Die Banken arbeiten ständig an der Weiterentwicklung ihrer Datensicherheitslösungen, um ihren Kunden beim e-Banking Sicherheit zu gewährleisten. Und deshalb haben die Finnen auch sehr hohes Vertrauen in ihre Banken und deren e-Dienste“, versichert Koskela.

An der Sicherheit wirken auch die Bankkunden durch ihr Verhalten mit, nämlich durch sorgsamen Umgang mit den Kennungen und Passwörtern und durch ordentlichen Computer-Virenschutz. Von den Banken erfordert das natürlich ständige Aufklärungs- und Schulungsarbeit.