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Nach einer von der im Jahr 2008 gegründeten Firma Balancion Oy in Auftrag gegebenen Untersuchung verfolgen die Finnen ihre Einnahmen und Ausgaben meistens mit Hilfe einer Excel-Tabelle sowie mit Papier und Bleistift. Und da hakte Balancion ein.
„Wir entwickelten einen digitalen Netzdienst, mit dem die Kontrolle der Finanzen in eine völlig neue Ära gehoben wird“, berichtet Geschäftsführer Jussi Muurikainen.
Die Idee zu diesem Service entstand im Jahr 2002 und war damals weltweit neu. „Heute werden ähnliche Dienste überall in der Welt angeboten, und das beweist ja wohl, dass dafür ein globales Potential besteht.“
Balancion verfolgt das Ziel, den Geldumgang und überhaupt die private Wirtschaftsführung der Konsumenten zu einer bewussten Sache zu machen. „Wir wollen die Menschen dazu anhalten, aus ihren Träumen konkrete Ziele und aus diesen Zielen Wirklichkeit zu machen. Die bewusste Kontrolle der eigenen Wirtschaft hat erheblichen Einfluss auf die Wellness und die Wohlstandschancen des Menschen“, erklärt Muurikainen.
Balancion vermittelt auf leichte und einfache Art ein Gesamtbild der persönlichen Wirtschaft, zeigt auf, wofür das Geld tatsächlich verbraucht wird und bietet die Möglichkeit einer Zukunftsplanung auf der Grundlage von Fakten.
Loggt sich der User in den Dienst ein, so sucht Balancion an Hand seines Netbank-Passworts automatisch sämtliche seine Finanzen betreffenden Daten aus der Netbank bzw. den Netbanken und ordnet sie in die vom User geschaffenen Kategorien ein.
„Die Software lernt mit den Zahlungsvorgängen die Ausgaben in die richtigen Kategorien einzuordnen. Die Kategorien können zum Beispiel lauten: Wohnen, Essen, Auto, Hobbys, Urlaub und Gesundheit. Der Nutzer sieht so mit einem Blick, wie sich sein Einkommen und seine Ausgaben verteilen.“
Der Balancion-Nutzer kann für sich einen vielseitigen Haushaltsplan ausarbeiten, Ziele aufstellen und deren Verwirklichung auf Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresebene verfolgen. Dabei können auch Warnfunktionen eingebaut werden für den Fall, dass der Konsum die gesetzten Grenzen überschreitet.
Die Datensuche erfolgt datensicher und nur auf Befehl des Nutzers. Sämtliche in dem Dienst enthaltenen Informationen sind lediglich für den Nutzer selbst zugänglich.
„Das Sicherheitsniveau des Dienstes ist extrem hoch. Die Datensicherheit wurde von der Planung bis zur Realisierung nach Anweisungen des besten Expertenunternehmens Finnlands auf diesem Gebiet geschaffen“, betont Muurikainen.
Die Kosten für die Nutzung des Dienstes belaufen sich auf einige Euro im Monat. „Der Preis soll niemanden davon abhalten, seine Finanzen besser als bisher zu verwalten.“
Im Oktober wurde die Software für registrierte Beta-Nutzer des Dienstes freigegeben, und Muurikainen ist angenehm überrascht von deren großen Zahl und der Qualität des bisher eingegangenen Feedbacks.
„Der Start des Beta-Betriebs ist über Erwarten gut gelungen. Was die Zahl der Nutzer betrifft, wurden unsere ehrgeizigen Ziele übertroffen, und wir haben umfangreiches wertvolles Feedback sowohl in technischer Hinsicht wie auch für die weitere Planung des Dienstes erhalten.“
Trotz der Anfang 2010 erfolgenden Lancierung wird die Entwicklungsarbeit fortgeführt: „Wir werden im kommenden Jahr wenigstens ebensoviel Zeit und Geld wie heuer für die Entwicklungsarbeit aufwenden. Es steht also auch für die Zukunft eine Menge Neues zu erwarten.“
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