Newsletter 11/2009

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Stabilisierung in Sicht

In der Konjunktur der finnischen Wirtschaft sind trotz generell noch schwacher Situation erste ermutigende Anzeichen zu beobachten. Man rechnet nun mit einer allmählichen Konsolidierung der Lage, nicht aber mit einem schnellen Aufschwung.

Laut dem vom Hauptverband der Finnischen Wirtschaft (EK) Anfang November veröffentlichen Konjunkturbarometer wird das Konjunkturtief trotz gewisser kleiner Lichtblicke für den Rest des Jahres und auch Anfang 2010 anhalten. Die Prognosen für die nahe Zukunft sind zurückhaltend und von Branche zu Branche leicht variierend.

Die Industrieunternehmen erwarten für den Winter und das kommende Frühjahr keine erhebliche Belebung. Die Produktion wird voraussichtlich nicht weiter schrumpfen, aber neue Aufträge sind bislang nur zögerlich eingegangen. Für die Bereiche Holzverarbeitung und Chemie sagt man eine graduelle Besserung der Marktlage voraus, während die Technologieindustrie mit weiteren mageren Monaten rechnet. Der die Konjunkturaussichten der Industriebetriebe charakterisierende Saldowert betrug im Oktober -6 (Juli -8).

Das allgemeine Konjunkturbild des Bausektors hat sich geringfügig aufgehellt, und der Tiefstpunkt ist nun überwunden. Bedingt durch saisonale Faktoren stehen der Branche jedoch weitere düstere Monate bevor. Der Saldowert der Konjunkturaussichten betrug im Oktober -32 (Juli -35). Auch in den Dienstleistungsbereichen hat sich die Stimmung geringfügig gebessert. Die konjunkturellen Aussichten bezifferten sich im Oktober auf -5 (Juli -23).

Die die internationale Wirtschaftsentwicklung prognostizierenden Indikatoren zeigten generell weiterhin Aufwärtstrend. Die Zuversicht der Unternehmen und Konsumenten hat in mehreren Marktbereichen ein Stärkung erfahren, und an den Finanzmärkten hat sich die Lage stabilisiert.

Die US-Wirtschaft zeigt dank der konjunkturellen Belebungsmaßnahmen seit Frühherbst starkes Wachstum, desgleichen hat in China der Auftrieb an Fahrt gewonnen, während die EU-Länder 2009 ein absolut schwaches Jahr hatten, und auch für das kommende Jahr sieht es nicht rosig aus.

Das Konjunkturbarometer des Hauptverbandes der Finnischen Wirtschaft (EK) wird vier Mal im Jahr veröffentlicht. Die Erhebung findet seit 1966 regelmäßig statt. An der Umfrage vom Oktober waren 1095 Unternehmen mit zusammen fast 290 000 Beschäftigten in Finnland beteiligt.